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Doris Huggel, Johann Jakob Fechter 1717—1797, Ingenieur in Basel, 2004

240 Seiten, Format 24 x 28 cm, 84 farbige, 39 schwarzweisse Abbildungen, Festeinband

Schon lange gilt Johann Jacob Fechter als bedeutendster Basler Architekt des Rokokos. Der in den «Ingenieurswissenschaften» versierte Fachmann erstellte nicht nur qualitätsvolle Häuser für die gehobene Bürgerschaft, sondern pflegte im Auftrag des Staates den baslerischen Gebäudebestand, realisierte aufwendige Vermessungsprojekte, legte Kanäle an, befasste sich mit der Konservierung von Getreide und engagierte sich für die Artillerie. Fechter war ein exemplarischer Vertreter jener fortschrittlichen Bürgerssöhne, welche auf ihrem militärisch- technischen Ingenieur-Lehrgang unter fremden Fahnen an neuem Wissen partizipierten, es in ihren Heimatstädten nutzbar machten und damit den Modernisierungsschubmassgeblich förderten. Er hinterliess seine baulichen Spuren auch im Elsass und im Badischen. Zu seinen prominentesten Werken zählen in Freiburg etwa das Schloss Ebnet und das Haus zum Ritter, in Basel das Wildtsche Haus, die Sandgrube und die Häuser am Münsterplatz. In dieser Publikation wird die Darstellung des architektonischen Werkes und der mannigfaltigen Tätigkeiten des Ingenieurs mit der des verzweigten und unübersichtlichen Verwaltungs- und Machtsystems Basels im Ancien Régime verwoben. Fechter gelang es, in den komplexen administrativen, politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Spannungsfeldern während Jahrzehnten seine innovativen Fertigkeiten anzubringen.
Mit diesem Buch sind das Œuvre und sein Autor im Zusammenhang erfahrbar. Und indem das historische Ambiente mitbetrachtet wird, eröffnet sich eine neue Sicht auf die Urbanistik der Stadt Basel, auf ihre Geschichte und die ihres Umlandes.